13. Frankfurter Teddyklinik: Spritzen sind gar nicht so schlimm

Operationen, Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen, Diagnosegespräche mit aufmerksamen Patientinnen und Patienten: Auf dem Campus des Universitätsklinikum Frankfurt hatten Medizinstudentinnen und -studenten gemeinsam mit der Kinderhilfestiftung e. V. in die inzwischen 13. Teddyklinik eingeladen. Rund 240 Kinder aus sieben Frankfurter Kindergärten brachten am 31. Mai und 1. Juni ihre Teddys und Lieblingskuscheltiere zum Gesundheits-Check oder ließen sie von allerlei Wehwehchen kurieren. „Mit der Teddyklinik wollen wir Kindern die weitverbreitete Angst vorm Krankenhaus nehmen und ihnen spielerisch die Themen Medizin und Gesundheit näherbringen“, erklärt Dr. Michael Henning, Vorsitzender der Kinderhilfestiftung e. V.

Mit Argusaugen verfolgten die Kinder das Tun der Teddy-Docs und assistierten ihnen beim Gipsen, Röntgen und Schienen sowie beim einen oder anderen chirurgischen Eingriff. Für ein möglichst authentisches Erlebnis hatten die Studierenden das KOMM Studierendenhaus des Universitätsklinikum Frankfurt in ein Krankenhaus verwandelt, inklusive Behandlungszimmer, Operationssaal und einer Apotheke, die von Pharmaziestudierenden betreut wurde. Zum Einsatz kam auch ein selbstgebautes Ultraschall-Gerät. „Die Kinder können hinter die Kulissen eines Krankenhauses schauen, erfahren viel über die Arbeitsweise in der Medizin und sehen vor allem, dass ein Arztbesuch in der Regel etwas Gutes ist“, erklärt Dr. Michael Henning. „Auf der anderen Seite ist es toll zu sehen, mit wieviel Herzblut die Medizinstudentinnen und -studenten die Teddyklinik betreiben. Ich bin sicher, dass wir dieses Projekt noch viele weitere Male gemeinsam realisieren werden.“ Auch Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikum Frankfurt, sieht in dem regelmäßigen Projekt eine Bereicherung: „Als Universitätsklinikum unterstützen wir sehr gerne, dass Kindern in der Teddyklinik auf ganz spielerische Weise erste Eindrücke und Kenntnisse über das Vorgehen in der Medizin vermittelt werden. Das passt hervorragend zu unserem Leitbild: ,Aus Wissen wird Gesundheit‘.“

Herzensangelegenheit für Teddy-Docs, Helfer und Sponsoren

Die Idee für die Teddy-Klinik stammt ursprünglich aus Skandinavien und hat an deutschen Universitäten schnell Nachahmerinnen und Nachahmer gefunden. In Frankfurt startete die erste Teddyklinik 2008. Das Projekt wird von Studierenden vor allem aus dem zweiten und vierten Studiensemester verwirklicht, die Organisatoren wechseln daher regelmäßig. Studentische Ansprechpartnerin war in diesem Jahr Juliane Bresgen.

Förderer und Sponsoren waren die Kinderhilfestiftung e.V. mit finanziellen Mitteln, die Rewe Group, die rund 1.000 Obststücke sowie 90 Liter Mineralwasser und Apfelsaftschorle zur Verfügung stellte und der Malteser Hilfsdienst, der mit einem Rettungswagen, Sanitäterinnen und Sanitätern vor Ort war. Das gemeinnützige Aktionskomitee Kind im Krankenhaus informierte über seine Arbeit.

Die Firma Bärentreff – die Fruchtgummifabrik stiftete für jedes Kind ein Tütchen Gummibären und die Heusenstammer Kommunikationsagentur Ballcom GmbH unterstützte das Projekt, wie bereits in allen Jahren zuvor, mit kostenloser Pressearbeit.

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