Kinderhilfestiftung spendet Frühchen-Simulationspuppe an zwei Frankfurter Krankenhäuser

Neuer „Dauerpatient“ für das Frankfurter Bürgerhospital und das Klinikum Frankfurt Höchst: Die Kinderhilfestiftung e. V. brachte „Paul“ auf die Frühchen-Station im Bürgerhospital. „Paul“ ist eine Simulationspuppe in Gestalt eines Neugeborenen, das 13 Wochen zu früh zur Welt gekommen ist. Die Puppe bietet Ärztinnen und Ärzten, Studierenden sowie Pflegepersonal eine wertvolle Unterstützung darin, sich im Umgang mit frühgeborenen Babys zu üben. Die 50.000 Euro teure Frühchen-Simulation wird von den Kliniken gemeinsam genutzt und ist eine Spende der Kinderhilfestiftung; 10.000 Euro davon hat die Mercedes-Benz Vertrieb PKW GmbH projektgebunden der Stiftung gespendet

„Um genau zu sein, handelt es sich um ‚Paul II’“, stellt Michael Henning, Vorstandsvorsitzender der Kinderhilfestiftung e. V. Frankfurt, fest. „Bereits im vergangenen Jahr haben wir eine Frühchen-Simulationspuppe an zwei Krankenhäuser in der Rhein-Main Region zur gemeinsamen Nutzung gespendet; sie war damals die erste ihrer Art in Hessen. Nun ist das Bürgerhospital mit der Bitte um eine solche Puppe an uns herangetreten und wir haben beschlossen, einen weiteren ‚Paul’ anzuschaffen, von dem aber auch ein zweites Krankenhaus profitieren kann. Wir sind sehr froh und auch stolz, dass jetzt schon vier Kliniken in unserer Region auf diesem hohen Level an medizinischer Versorgung und Pflege von Frühgeborenen sind.“

Mit „Paul II“ gibt es bundesweit jetzt elf dieser hochtechnisierten Modelle. Die Puppe sieht einem echten Frühchen täuschend ähnlich, ihre Anatomie entspricht der eines echten Kindes. „Paul“ wird von einem Computer kabellos gesteuert und kann alle Krankheitszeichen im Frühgeborenenalter lebensecht simulieren. „Eine solche Puppe ist für uns von unschätzbarem Wert“, erklärt Prof. Steffen Kunzmann, Chefarzt der Neonatologie im Bürgerhospital.

„Komplikationen bei Frühgeborenen sind auch für das erfahrenste Ärtzeteam immer wieder eine ganz besondere Herausforderung. Im Notfall müssen alle Handgriffe präzise sitzen – mit Paul können wir diese Präzision perfekt üben.“ „Das Training mit der Puppe ist so realistisch, dass die geübten Situationen im konkreten Fall leichter abgerufen werden können – das gibt noch einmal mehr Sicherheit“, ergänzt Prof. Lothar Schrod, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Frankfurt-Höchst.

Mit 1.000 Gramm Gewicht, 35 Zentimeter Länge und einem Kopfumfang von 26 Zentimetern entspricht „Paul“ einem Frühgeborenen in der 27. Schwangerschaftswoche. Eine hochsensible Technologie ermöglicht wirklichkeitsgetreue Reaktion. Bekommt er zum Beispiel zu wenig Sauerstoff, wird er blau und hört schließlich auf zu atmen. „‚Paul’ ist eine herausragende technische Errungenschaft, deren Anschaffung wir unbedingt unterstützen wollten“, erläutert Andreas Tetzloff, Leiter der Mercedes-Benz Niederlassung. „Er erleichtert nicht nur den Verantwortlichen im Krankenhaus die Arbeit, insbesondere profitieren auch Eltern betroffener Kinder von ihm.“

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