LANGZEITPROJEKTE

Von Anfang an bis heute wie auch in der Zukunft ist die Gesundheitsversorgung der Kinder im Rhein-Main-Gebiet der Schwerpunkt unserer Arbeit. Wir fördern Einzelprojekte sowie ambulante und stationäre Einrichtungen. Eine langfristige Verbesserung und Kontinuität ist für uns bei der Umsetzung der verschiedenen Projekte sehr wichtig. Seit 2007 setzen wir Schwerpunkte mit besonders wichtigen Projekten und Einrichtungen, die durch unsere Anschubfinanzierung ins Leben gerufen wurden.

RÜCKENWIND

Ein wichtiges Projekt, welches dank einer Anschubfinanzierung der Kinderhilfestiftung in Höhe von 100.000 Euro im Jahr 2009 am Klinikum Frankfurt Höchst ins Leben gerufen wurde, heißt „Rückenwind“. Das „Case Management“ Team um PD Dr. med. Lothar Schrod (Assoc. Professor), der seit vielen Jahren dem medizinischen Beirat der Kinderhilfestiftung e.V. angehört, besteht aus Kinder-krankenschwestern, einer Sozialpädagogin und Kinderärztinnen. Es unterstützt Familien mit Früh- und Neugeborenen sowie chronisch kranken Kindern in der ersten Zeit des Übergangs vom Krankenhaus nach Hause: denn nach der Entlassung stehen die Eltern oft vor großen Herausforderungen. Tag und Nacht müssen Sie alleine die Verantwortung für ihr krankes und frühgeborenes Kind tragen, wichtige Entscheidungen treffen und ambulante Termine koordinieren.

Hier beginnt der Aufgabenbereich des Rückenwind-Teams: sie organisieren, koordinieren, helfen, beraten und begleiten die Eltern bei den vielfältigen Herausforderungen, die der individuelle Familienalltag stellt. Ziel ist es, dass sich die Eltern kompetent um ihr Kind kümmern können und die Lebensqualität aller Familienmitglieder bestmöglich erhalten bleibt. Die für die Eltern kostenfreie Arbeit versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Heute tragen die Kostenträger bereits etliche Leistungen, jedoch werden noch nicht alle Ausgaben gedeckt.

Die Kinderhilfestiftung hat bis heute das Rückenwind-Team mit mehr als 150.000 Euro finanziert und unterstützt. Ziel ist es, dass künftig die Krankenkassen sämtliche Kosten für die Nachsorge übernehmen.

MEDIZINISCHE
KINDERSCHUTZAMBULANZ

Die Medizinische Kinderschutzambulanz am Frankfurter Universitätsklinikum, unter der Leitung von Prof. Dr. med. Matthias Kieslich, welche im Herbst 2009 dank einer Anschubfinanzierung der Kinderhilfestiftung in Höhe von 100.000 Euro ins Leben gerufen wurde, ist inzwischen eine etablierte Einrichtung im Großraum Frankfurt. Seit der Gründung dieser Einrichtung werden hier jährlich ca. 300 bis 400 Kinder und Jugendliche untersucht. In über 80% der Fälle erhärtet sich der Verdacht auf Kindesmisshandlung. Obwohl inzwischen einige Kostenstellen offiziell genehmigt wurden, kann diese wichtige Einrichtung nicht ohne weitere finanzielle Unterstützung ihre wichtige Arbeit fortsetzen. Bis heute wurde die Medizinische Kinderschutzambulanz von der Kinderhilfestiftung mit mehr als 350.000 Euro unterstützt.

INTEGRATIVE SPIELPLÄTZE

Die langjährige Kooperation der Kinderhilfestiftung e.V. und der Stadt Frankfurt, in deren Rahmen bereits drei große Spielplätze entstanden sind und viele weitere integrative Spielgeräte angeschafft wurden, gilt als beispielhaft in ganz Deutschland. Mit der Aktion „Unser Spielplatz wird integrativ“ erweiterte die Kinderhilfestiftung e.V. 2007 in ihrem 25. Jubiläumsjahr zwölf bestehende Spielplätze in Frankfurt und Umgebung um multifunktionale Spielgeräte für behinderte Kinder. Außerdem wurde der dritte integrative Spielplatz in Schwanheim gebaut.

Das Ziel der Aktion war, behinderten und nichtbehinderten Kindern gemeinsame Spielerlebnisse zu schaffen. Bei der Entwicklung der Spielgeräte wurden die Wünsche und Erfahrungen von behinderten Kindern berücksichtigt. Eine Mischung aus Wandspielen, befahrbaren Spielgeräten und speziellen Schaukelsitzen ermöglicht auch körperlich eingeschränkten Kindern die Teilnahme am Spielplatz.

Schon 1996 entstand mit Hilfe der Kinderhilfestiftung in Frankfurt-Fechenheim der erste integrative Spielplatz Deutschlands, ein Jahr später folgte in Frankfurt-Sachsenhausen der zweite. Im Jubiläumsjahr wurde auf dem Gelände des Waldspielparks in Schwanheim der dritte barrierefreie Spielplatz gebaut, der ganz im Zeichen der Dinosaurier steht.

Die Kosten von insgesamt 370.000 Euro für Planung, Gestaltung und Realisierung des Spielplatzes wurden durch Spenden der Kinderhilfestiftung getragen. Für den Umbau der zwölf anderen Spielplätze in Frankfurt und Umgebung wurden weitere finanzielle Mittel bereitgestellt.

2012 wurde der Spielplatz in Fechenheim zusammen mit der Stadt Frankfurt renoviert. Zahlreiche neue Geräte sowie ein modernisierter integrativer Spielbereich ermöglichen Kindern mit und ohne Behinderung das gemeinsame Spielen. Die Kinderhilfestiftung unterstützte die Arbeiten mit weiteren 120.000 Euro, die Stadt Frankfurt steuerte 60.000 Euro bei und übernahm, wie bei den bisherigen Projekten, die Konzeption und das Projektmanagement auf dem Fechenheimer Spielplatz. Bis heute werden aller hier genannten Spielplätze von der Kinderhilfestiftung finanziell unterstützt.